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Drahthaar in Niedersachsen! 

 

 

85 Jahre Gruppe Niedersachsen

Am 08.04.1920 waren es die Herren G. WuIf(Kirchrode), Dieckmann (Kirchrode),
E. Oltmann (Hannover), Dr. Klages (Kirchrode), H. Stossnacht (Hannover),
Kirchgatter (Hannover) sowie P. Führer (Hahnenmoor), die im Hotel Waterloo in
Hannover den "Gau Hannover" im Verein Deutsch-Drahthaar gründeten. Nach
zwischenzeitlich verschiedenen Gruppenbezeichnungen (ab 1924 Gau Nieder-
sachsen, ab 1934 Provinzialgruppe Niedersachsen, ab 1946 Landesgruppe
Niedersachen) besteht seit 1967 der Name Gruppe Niedersachsen, gemäß
Satzung des Hauptvereins.

Als 1. Vorsitzender trat zunächst Herr P. Führer in die Verantwortung. Aber
schon nach drei Jahren übernahm Gerhardt Wulf (Kirchrode) den Vorsitz für
eine sehr lange Zeit von 27 Jahren. Es folgten:

1950 H. Gewecke
1951 H. Stölter, Peine
1960 Fritz Linnemann, Sehlde
1967 Erich Loos, Burgdorf
1968 Gerhard Hansmann, Warmbüttel
1979 Horst Linnemann, Sehlde
1991 Karl Hödicke, Uslar
1994 Wilhelm Philipps, Upstedt
2004 Hans-Jörg Mertens, Vöhrum 

Dem Vorstand gehörten neben dem 1. Vorsitzenden, dem Zuchtwart und dem Ge-
schäftsführer stets ein 2. Vorsitzender (zeitweise sogar ein 3. Vorsitzender), der
Schatzmeister, mehrere Beisitzer sowie die Obmänner der Untergruppen an.

Zuchtwarte
1938 Fritz Linnemann, Sehlde
1960 Dr. Schatz und Günter Adam
1961 Günter Adam
1969 Wilhelm Hartung, Gifhorn
1992 Uwe Kollecker, Höver
2005 Jan Günther, Vöhrum

Geschäftsführer
1920 Gerhard Wulf
1923 A. Müller
1928 W. Dörries
1929 Herr Schraube
1930 A. Boedwig

1962 K.H. Dethloff
1977 Wilhelm Hartung, Gifhorn
1978 Karl-Heinrich Bruer, Dettum
1987 Günter Dobbrick, Hannover
1991 Christa Gutsmann, Calberlah
2006 Christine Fick, Neustadt am Rübenberge

Durch sprunghaft ansteigende Vereinsbeitritte wurden bald Untergruppen,
ab 1934 Bezirksgruppen genannt, gebildet:
1923 Celle - aufgelöst 1926
1924 Lüneburger Heide-Soltau - selbständig 1954
1925 Braunschweig - nach 1945 nicht mehr ins Leben gerufen
1929 Hannover - nach 1945 nicht mehr ins Leben gerufen

durch Mitgliederübertritte bzw. Gebietsaufgabe unterstützt:

1937 Artland-Südoldenburg
1958 Osnabrück
1965 Porta-Westfalica

Die Untergruppen Uelzen - die 1957 auch die kleine Untergruppe Altmark auf-
nahm - leisten mit ihren Obmännern W. Cohrs und 0. Gebert wertvolle Arbeit,
bis Uelzen 1968 selbständige Gruppe wurde. Die Untergruppe Elm existierte
von 1955 bis 1962 unter H. Kretschmar.

Stellvertretend sei an dieser Stelle auf zwei herausragende Persönlichkeiten
der Gruppe Niedersachsen besonders eingegangen;

Fritz Linnemann

Fritz Linnemann aus Sehlde (1909 - 1971) befasste sich sehr früh mit der
Führung und Züchtung von Jagdhunden. Zunächst führte und züchtete er
Deutsch-Kurzhaar. A\s ihn dieses nicht befriedigte und voran brachte, wandte er
sich der Rasse Deutsch-Drahthaar zu. Seine erste DD-Hündin war Isott von der
schwarzen Chorina, Zb. 10437. Nach dem Rüden Lux von der Kreuzhecke, Zb.
8526 fiel am 07.04.1939 sein A-Wurf mit dem Namen "Vom Jägerhaus". Der
Zwinger wurde nach dem Jägerhaus im Hainberg, der ehemaligen Weihestätte
der Deutschen Jägerschaft, benannt. Die Nachkommen des A-Wurfes - Schwarz-
schimmel- waren gut, aber für Fritz Linnemann nicht gut genug. Eine neue
Zuchthündin, Frigga von Goldberg Haynau, 2b. 10546, war ein Glücksgriff. Fritz
Linnemann züchtete mehrere Würfe, von denen vor allem der H-Wurf mit Hussa
vom Jägerhaus (Stammhündin des Zwingers v. d. Weiherwiese) und Hella vom
Jägerhaus große Erfolge brachte. Insgesamt züchtete Fritz Linnemann bis zum
V-Wurf. Seine Zuchterfolge ziehen sich als roter Faden durch das Zuchtbuch des
VDD. Er führte immer aus jedem Wurf einen Hund durch alle Prüfungen.

Nebenher schrieb er Artikel über die Pflege der Mutterlinien, die großes Auf-
sehen erregten und viel Zustimmung fanden. Die ausführliche Würdigung des
DD-Zwingers "vom Jägerhaus" durch den damaligen Hauptzuchtwart des VDD,
Dr. Uter (Lübeck) brachte viele wertvolle Hinweise für die DD-Zucht.

Fritz Linnemann war neben seiner Tätigkeit als Führer, Richter und Züchter
sehr engagiert im VDD tätig. Von 1938 bis 1960 war er Zuchtwart, von 1960 bis
1967 1. Vorsitzender der Gruppe Niedersachsen. Zwischenzeitlich gehörte er
dem 3er-Hauptzuchtwart-Gremium mit Dr. Uter und Dr. Keller an. Durch seine
persönliche Initiative wurden ab 1956 alle Welpen, erstmals natürlich in der
Gruppe Niedersachsen, tätowiert.

Fritz Linnemann wurde anlässlich der Hegewaldzuchtprüfung 1952 in Peine die
Vereinsstatuette - die höchste Auszeichnung des VDD - für seine außerordentli-
chen Verdienste im Verbandswesen und vor allem als Züchter verliehen.

Ein weiterer Name hat dem Zuchtgeschehen wesentlich seinen Stempel aufge-
drückt: Wilhelm Hartung (* 1918, t 2001)

25 Jahre als Zuchtwart und drei Jahre als Geschäftsführer hat er diesem Verein
gedient. Seit 1956 im Verein Deutsch-Drahthaar, züchtete er in seinem Zwinger
"von der Eyßelheide" sehr gute Hunde. Der Rüde Ex von der Eyßelheide war
sicherlich der bekannteste und beste Hund.

Als Verbands- und Formwertrichter war Wilhelm Hartung weit über die Grenzen
unserer Gruppe bekannt. Von 1970 bis 1976 hatte er außerdem das verantwor-
tungsvolle Amt des Zuchtbuchführers des VDD inne, eine äußerst umfangreiche
Arbeit, die nur mit großem Fleiß gemeistert werden konnte. Für diese außeror-
dentlichen Verdienste erhielt Wilhelm Hartung alle Auszeichnungen, die die
Gruppe Niedersachsen verleihen konnte.

Heute zählt die Gruppe Niedersachsen 465 Mitglieder, darunter zehn Ehren-
mitglieder und 58 Verbandsrichter.


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